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Geldspielgeräte in Spielhallen oder Gaststätten

Was bezeichnet man als Geldspielgeräte?

Beim Spiel an Geldspielgeräten mit Gewinnmöglichkeit gewinnt der Spieler bei einer bestimmten Kombination von Symbolen durch drei oder mehr Walzen. Der Gewinn hängt vollständig vom Zufall ab. Der vom Gesetzgeber zugelassene durchschnittliche Verlust pro Stunde beträgt 60 Euro.

Spieleinsatz & Ausschüttung

Der Spieleinsatz beträgt mindestens 0,20 € bis maximal 2,30 €.

Die genaue Auszahlungsquote an den Geldspielgeräten ist gesetzlich nicht geregelt. Man kann von Auszahlungsquoten zwischen 60 % und 80 % ausgehen, das heißt 20 % bis 40 % aller Geldeinsätze fließen den Aufstellern und der Automatenindustrie zu.

Verfügbarkeit / Verbreitung

Ab dem 1. Juli 2012 werden Spielhallen nach dem 1. GlüÄndStV auch glücksspielrechtlich geregelt. Allerdings sind die Regelungen in den einzelnen Bundesländern verschieden. Spielhallen können maximal 21 Stunden am Tag geöffnet sein. Diese sehr hohe Verfügbarkeit trägt erheblich zum Suchtpotenzial bei. Um einer Glücksspielsucht entgegenzuwirken, sind Öffnungszeiten in den frühen Morgenstunden abzulehnen, damit Spielerinnen und Spieler z.B. nicht schon vor ihrem Arbeitsbeginn spielen können. Das Fehlen eines übergreifenden Sperrsystems trägt ebenfalls zu dem großen Suchtpotenzial von Geldspielgeräten bei, weil Spielerinnen und Spieler bei einer Sperre auf andere Spielhallen ausweichen können. Geldspielgeräte sind durch ihre Verbreitung auch im gastronomischen Bereich äußerst leicht verfügbar.

Sehr hohes Suchtrisiko bei Spielautomaten

Durch die schnelle Spielabfolge (wenige Sekunden) und sogenannte Fast- oder Beinahegewinne besitzen Geldspielgeräte ein sehr hohes Suchtrisiko. Fast- oder Beinahegewinne werden dadurch erzeugt, dass z.B. die dritte Walze mit dem fehlenden richtigen Symbol kurz vorher stehen bleibt. So entsteht beim Spieler das Gefühl, er hätte fast gewonnen. Dies erhöht den Anreiz, weiter zu spielen. Zudem können Gewinne unmittelbar wieder investiert werden, haben also ein kurzes Auszahlungsintervall. Ton- und Lichteffekte verstärken den Spielanreiz. Diese Faktoren erhöhen u.a. das Risiko, glücksspielsüchtig zu werden.

Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeit besitzen also insgesamt ein hohes Gefährdungspotenzial. Es kommt nicht selten zu einer Sucht! Etwa 80 Prozent derjenigen, die wegen Spielsucht eine Behandlung aufsuchen, spielen an Geldspielgeräten mit Gewinnmöglichkeit. Experten schätzen weiterhin, dass etwa 56 Prozent der Einnahmen durch Geldspielgeräte von Personen mit einer Glücksspielsucht stammen und 40 Prozent der Menschen, die daran spielen, sollen süchtig sein.

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