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Geldspielgeräte in Spielhallen oder Gaststätten

Münzeinwurf in ein typisches Geldspielgerät in einer Gaststätte

Was bezeichnet man als Geldspielgeräte?

Beim Spiel an Geldspielgeräten mit Gewinnmöglichkeit gewinnt der Spieler bei einer bestimmten Kombination von Symbolen durch drei Walzen oder Scheiben. Der Gewinn hängt vollständig vom Zufall ab. Der bisher vom Gesetzgeber zugelassene durchschnittliche Verlust pro Stunde beträgt 33 Euro.

Neben der schnellen Spielabfolge (wenige Sekunden) suggerieren die Geldspielgeräte durch das Drücken von Stopp- oder Risikotasten den Spielenden, den Spielablauf beeinflussen zu können. Sogenannte Fast- oder Beinahegewinne werden dadurch erzeugt, dass z.B. die dritte Walze mit dem fehlenden richtigen Symbol kurz vorher stehen bleibt. So entsteht beim Spieler das Gefühl, er hätte fast gewonnen. Dies erhöht den Anreiz, weiter zu spielen. Gewinne können unmittelbar wieder investiert werden, haben also ein kurzes Auszahlungsintervall.

Spieleinsatz & Ausschüttung

Der geringste Spieleinsatz beträgt in der Regel 0,20 €. Bei Geldspielgeräten mit Einsatz- und Gewinnspeichern kann allerdings ein Einsatz bis zu 25 € pro Spiel gesetzt werden.

Die Ausschüttungsquote pro Geldspielgerät beträgt 77,1 %, das heißt, 22,9 % aller Geldeinsätze fließen den Aufstellern und der Automatenindustrie zu. Dabei stellt die Prozentangabe von 77,1 % das untere Spektrum der Auszahlungsgrenze dar. Ton und Lichteffekte verstärken den Spielanreiz. In den letzten Jahren wurde eine neue Generation von Geldspielgeräten entwickelt, bei denen eine Umwandlung des eingesetzten Geldbetrags in Punktwerte stattfindet. Dadurch kann Spielerinnen und Spielern der Bezug zu dem realen Wert des eingesetzten Betrags verloren gehen. Auf diese Weise erhöht sich das Öffnet internen Link im aktuellen FensterRisiko, glücksspielsüchtig zu werden.

Verfügbarkeit / Verbreitung

Ab dem 1. Juli 2012 werden Spielhallen nach dem 1. GlüÄndStV auch glücksspielrechtlich geregelt. Allerdings sind die Regelungen in den einzelnen Bundesländern verschieden. Spielhallen können maximal 21 Stunden am Tag geöffnet sein. Diese sehr hohe Verfügbarkeit trägt erheblich zum Suchtpotenzial bei. Um einer Glücksspielsucht entgegenzuwirken, sind Öffnungszeiten in den frühen Morgenstunden abzulehnen, damit Spielerinnen und Spieler z.B. nicht schon vor ihrem Arbeitsbeginn spielen können. Das Fehlen eines übergreifenden Sperrsystems trägt ebenfalls zu dem großen Suchtpotenzial von Geldspielgeräten bei, weil Spielerinnen und Spieler bei einer Öffnet internen Link im aktuellen FensterSperre auf andere Spielhallen ausweichen können. Geldspielgeräte sind durch ihre Verbreitung auch im gastronomischen Bereich äußerst leicht verfügbar.

Sehr hohes Suchtrisiko bei Spielautomaten

Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeit besitzen also insgesamt ein hohes Gefährdungspotenzial. Es kommt nicht selten zu einer Sucht! Etwa 80 Prozent derjenigen, die wegen Spielsucht eine Behandlung aufsuchen, spielen an Geldspielgeräten mit Gewinnmöglichkeit. Experten schätzen weiterhin, dass etwa 56 Prozent der Einnahmen durch Geldspielgeräte von Personen mit einer Glücksspielsucht stammen und 40 Prozent der Menschen, die daran spielen, sollen süchtig sein.

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